Wirkungsweise der Kältetherapie2017-04-27T11:33:59+00:00

Wirkungsweise der Kältetherapie

Die Ganzkörperkältetherapie wurde 1980 in Japan auf Grundlage zum Teil schon lange bekannter nervalreflektorischer Zusammenhänge zwischen thermischen Reizen und deren Einfluss auf Erregungszustände im peripheren und zentralen Nervensystem entwickelt. Durch den Kältereiz kommt es zu einer Neuformatierung des bei chronischen Schmerzen übersensibel reagierenden Schmerzgedächtnisses und die Schmerzsensoren werden desensibilisiert. Entzündliche Prozesse werden gehemmt und die Mobilität verbessert sich. Es tritt eine deutliche Linderung von Schmerzen ein, weshalb man diese Zeitspanne optimal für die Bewegung, Mobilisierung oder manuelle Therapie nutzen kann. Darüber hinaus beeinflusst die Kältetherapie Spannungszustand, Durchblutung und Stoffwechsel in der Skelettmuskulatur. Durch regulierendes Eingreifen in das gestörte zentrale Aktivitätsniveau hat sie einen leistungssteigernden Effekt, sorgt für eine Ökonomisierung im Herz Kreislaufsystem und die Funktionsverbesserung der Gelenke (Papenfuß, 2005).

Rheumapatienten erfahren wohltuende Kälte

In erster Linie wird die Kälteanwendung in der Therapie angewandt. So schätzen Rheumapatienten die wohltuende Kälte und damit einhergehende Reduktion der Schmerzen (Papenfuß, 2005). Dieser Effekt der Schmerzreduktion kann jedoch in vielen anderen Gebieten der Therapie eingesetzt werden, wo es z.B. gilt, entzündliche Prozesse in Gelenken und Muskulatur zu reduzieren. Des Weiteren wird es aufgrund der stimmungsaufhellenden Wirkung bereits bei der Behandlung von Depressionen angewandt. Im Leistungssport schätzt man die regenerations-beschleunigende Wirkung nach sportlicher Leistung und die leistungssteigernden Effekte. Die Tiefstkälte hat zudem eine, das Immunsystem stärkende Wirkung.

Physikale Therapie